ROSA ROTH - DAS LEISE STERBEN DES KOLIBRI
Helen, eine gehörlose junge Frau hat sich einen Lebenstraum erfüllt: Sie besitzt eine eigene Gärtnerei. Sie ist unabhängig und selbstbewußt, fährt Motorrad. Bei Helen leben und arbeiten vier weitere Gehörlose. Bei ihr lebt auch ihr hörender Bruder André, mit dem sie seit frühester Kindheit unzertrennlich ist und der in einem Gehörlosen-Kindergarten arbeitet.
Vor kurzem hat die Wohngemeinschaft Zuwachs bekommen. Melanie, eine Gehörlose mit einer horrenden Geschichte: Flucht aus einem dumpfen Elternhaus, Drogen, Babystrich. Und Maik, ihr prügelnder “Freund”, der ihr Elend ausnutzt. Doch dann hat sie ihre Chance auf eine Zukunft gesehen und ist bei Helen eingezogen. Maik hat zwar brutal versucht, sie aus Helens Haus zu zerren, doch er macht Bekanntschaft mit Helen – und der Schlagkraft ihres Motorradhelmes. Er mußte wütend abziehen.
Aber kurz darauf geschieht ein wirkliches Unglück: Melanies Vater dringt abends ins Gewächshaus ein, wo Melanie alleine arbeitet und erschlägt sie nach einem bitteren Streit voller Haß. Doch Melanie überlebt. Als Rosa Roth zum Tatort kommt, findet sie Melanies Vater tot. Offenbar hat jemand den Streit gesehen und Melanie gerächt.
Bei ihren Nachforschungen muß Roth feststellen, daß es zwischen der Welt der Hörenden und der Welt der Gehörlosen eine tiefe Kluft gibt. Nur mühsam lernt sie, die Gehörlosen zu begreifen und ihr Vertrauen zu gewinnen. Sie entdeckt Geschichten, die gegensätzlicher nicht sein könnten: Während Melanie in ihrer Kindheit weggesperrt wurde, weil man sich nicht um sie kümmern wollte, wurde Helen vorbildlich gefördert und ihr der Weg in die Selbständigkeit trotz Behinderung geebnet.
Aber hat Helen für ihren Schützling gemordet? Bei ihren Recherchen wird Roth ungewollt zur Bedrohung, indem sie bei ihren Recherchen Lebenslügen aufdeckt, die tiefe Risse offen legen. Und um eine Tragödie zu verhindern, muß sie mit allen Mitteln kämpfen.
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Darsteller:
Rosa Roth: Iris Berben
Melanie Bruch: Anna Thalbach
Helen Schönberg: Chiara Schoras
André Schönberg: Roman Knizka
Maik: Filip Peeters
Robert Wieck: Fabian Harloff
Rike Nicolai: Maren Gingeleit
Ayse Hikmet: Ilknur Boyraz
Tom Hoeller: Pascal Lalo
Vater Schönberg: Volkmar Kleinert
Mutter Schönberg: Petra Zieser
Jürgen Roeder: Zacharias Preen
Charly Kubik: Jockel Tschiersch
Karin von Lomanski: Carmen Maja Antoni
Zorn: Günther Schoß
Stab:
Produzent: Oliver Berben
Regie: Carlo Rola
Redaktion: Klaus Bassiner (ZDF)
Alexander Ollig (ZDF)
Herstellungsleitung: Jens Christian Susa
Kamera: Frank Küpper
Autor: Christian Schnalke
Dramaturgie: Jan Ehlert
Komponist: Georg Kleinebreil
Produktionsleitung: Marcus Loges
Aufnahmeleitung: Alexander Pietrzynski
Ausstattung: Ralf Küfner
Kostüm: Ulla Gothe
Schnitt: Friederike von Normann
Sendetermin: 27.12.2003 (20:15)
Quoten: 4,14 Mio. / 13,2 % MA
Sender: ZDF
Produkt: TV-Movie (90 Minuten / Super 16)
Produktion: MOOVIE - the art of entertainment
Drehzeit: 17. September bis Oktober 2002